Die Neuntklässler im Anti-Drogen-Zug Revolution Train in Dinkelsbühl

Das Projekt Revolution Train ist eine jugendgerechte Antidrogenprävention, die als Ziel hat, die jungen Menschen über den Drogenmissbrauch und dessen Folgen aufzuklären sowie auch über legale und illegale Suchtmittel zu informieren. Mit Hilfe interaktiver Technologie und handlungsorientierter Vermittlungsansätze werden sie dabei zum Nachdenken über ihren eigenen Drogenkonsum gebracht.
Der Zug ist aus Tschechien gestartet und fährt durch die verschiedenen europäischen Länder, unter anderem auch durch Deutschland. Im letzten Monat machte er in Mittelfranken Halt.
Am Mittwoch, den 11. Oktober, um 9.30 Uhr fuhren die Neuntklässler nach Dinkelsbühl, um den Anti-Drogen-Zug zu besichtigen. Nach der Anmeldung der Klasse durch ihre Lehrkraft wurde die Schülerinnen und Schülern von einem jungen Mann, dem Moderator Sven und einer Polizistin begrüßt. Sie stellten das Antidrogenpräventionsprojekt kurz vor. Die Idee Revolution Train wurde von Pavel Tuna im Tschechien entwickelt. Um sein Konzept zu verwirklichen, ließ er einen echten Zug zu einem multimedialen Zug umbauen, der seine Besucher auf eine Reise durch die Stationen der Drogensucht mitnimmt.
Am Anfang bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen, den sie während der Zugsbesichtigung ausfüllen sollten. In den einzelnen Wagons schauten die Neuntklässler einen Film, der eine wahre Geschichte von einem drogenabhängigen Mann darstellte. Dabei erfuhren sie über die Ursprünge der Drogensucht, ihre Entwicklung, und deren Folgen, wie Autounfälle, Verhaftungen und Anhörungen durch die Polizei, jahrelanger Aufenthalt im Gefängnis, gesundheitliche Probleme und sogar den Tod. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern gezeigt, in welchen unwürdigen Wohnumständen die drogensüchtigen Menschen leben. Um die Inhalte realistischer darzustellen, besichtigten die Jugendlichen verschiedene Abteile des Zuges, die als Club, Drogennest, Gefängnis, Untersuchungsraum einer Polizeistation oder Schauplatz eines Autounfalls eingerichtet wurden. Dadurch lernten sie Situationen kennen, mit denen sie im normalen Leben selten konfrontiert werden.
Zum Schluss wurden die Fragebögen eingesammelt und kleine Geschenke ausgeteilt.
Die Neuntklässler fanden den Besuch des Anti-Drogen-Zuges sehr interessant und gewinnbringend. Sie lernten nicht nur die verschiedenen Arten von legalen und illegalen Suchtmitteln kennen, sondern vor allem die Konsequenzen, die der Drogenmissbrauch verursacht. Sie wurden auch dazu inspiriert, über eigenen den Drogenkonsum nachzudenken und die Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen zu übernehmen.